Kalte Pizza

Die kulinarische Errungenschaft der Pizza ist es, nicht so zu schmecken, wie sie aussieht. Nun ja, tatsächlich tut sie das – allerdings erst, wenn sie kalt ist. Dann schmeckt sie wie kaltes gekochtes Fleisch und Gemüse verklebt mit einem mittelmäßigen fetten Käse auf einem mehr oder weniger zähen Weizenfladen.

Der Fladen ist der Ort, wo das Kunststück beginnt. Er darf nicht zäh, er muss knusprig sein. Es gibt nichts, was unser Gehirn so vom Geschmack ablenkt, wie das perfekte Knuspern. Knusprig kann man sogar Bacon vertragen. Haben Sie mal ein kaltes, lediglich geräuchertes Stück Bacon probiert? Und selbst die Erinnerung des wieder erkalteten erschlafften Bacons an seine ehemalige Knusprigkeit genügt, ihn immerhin genießbar zu machen.

Und weil das so ist, muss der Pizza-Käse ebenso knusprig und heiß sein. Das färbt dann auch hinreichend auf das etwaig vorhandene Gemüse und die bestenfalls drittklassige Salami ab, das ganze bei perfekter Zubereitung zu einem echten Genuss zu machen.

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